Site Overlay

Foodtalker Podcast

Screenshot von foodtalker.de; Portrait: Inken Jaacks

Boris Rogosch, der mich im Januar 2022 in seinem Podcast „Foodtalker“ eingeladen hat, schreibt auf seiner Seite dazu folgendes:


Ole Plogstedt ist Tour-Caterer, Fernsehkoch und vor allem eines:
Aktivist.Seit 25 Jahren versorgt Ole mit seiner Firma Rote Gourmet Fraktion diverse Bands, wie Die Toten Hosen, Jan Delay, Die Ärzte und viele andere Künstler und deren Crews während ihrer Konzert-Tourneen mit leckerem Essen. Darüber hinaus war Ole lange Zeit in Formaten wie „Die Kochprofis“ oder „Das Fast-Food-Duell“ im Fernsehen zu sehen.

Neben seinem Cateringbusiness engagiert er sich u.a. als Botschafter für Hilfsorganisationen wie Oxfam, um auf Missstände in der Lebensmittelindustrie hinsichtlich Ausbeutung, Verletzung der Menschenrechte und gerechter Lieferketten aufmerksam zu machen. Dass Essen hoch politisch ist, ist für ihn seit jeher klar. Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln hat man als Koch eine hohe Verantwortung, wenn es um die Frage geht, wo kommen die Produkte eigentlich her und wie geht es den Menschen, die unser Essen produzieren.

Sein Kochhandwerk erlernte Ole Plogstedt im Steigenberger Hotel in Berlin erlernt, wo er vorab erst einmal ein einjähriges Praktikum als Page absolvieren musste. So kam es dann auch, dass er Genscher, George Bush sen. die Tür auffalten und eine angeschlagene Hildegard Knef aufs Zimmer bringen musste. Nach der Ausbildung ging er nach Hamburg, hatte einige Stationen in der Gourmet-Gastronomie und gründete schließlich eher aus Zufall seinen Tournee-Cateringservice Rote Gourmet Fraktion. Wie so ein Catering auf Tour funktioniert, wie er und sein Team die geeigneten Lebensmittel beschaffen, welche Gerichte am Besten ankommen und wieso er zukünftig das Fleischangebot radikal reduzieren wird, erfahren wir genauso wie seine Einstellung zur veganen Küche. Ole, der pandemiebedingt seinem Job kaum nachgehen konnte, hat in dieser Zeit diverse neue Projekte gestartet und unterstützt. So hat er seinen eigenen Videokanal „Kulinarisch solidarisch“ gestartet, sich bei „Rettet-die Clubs“ engagiert und hat seine Bekanntheit genutzt, um auf politischer Ebene auf die Arbeitsbedingungen wie etwa bei der Bananenproduktion in Equador aufmerksam zu machen, wo er sich selbst vor Ort ein Bild über die teils menschenverachtenden Arbeits- und Lebensbedingungen der lokalen Arbeiter machen konnte. Er bezeichnet sich selbst als Punk, war schon immer politisch aktiv und nutzt so auch jede Gelegenheit, wie auch in dieser Episode, auf Missstände aufmerksam zu machen und sich für bessere Lebensbedingungen einzusetzen.“

Vielen Dank, lieber Boris, für die Einladung!